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EASE – Ein neuer Weg zu einem entspannten Umgang mit Essen und dem eigenen Körper

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Hanna Schnepf

M.Sc. Ernährungswissenschaften und Expertin für Ernährungspsychologie

Hast Du schon einmal gedacht, dass Du Dich nur mehr zusammenreißen müsstest, um endlich abzunehmen? Dass Du einfach disziplinierter essen, mehr Sport treiben oder Deine Kalorien noch genauer kontrollieren solltest? Dann bist Du mit diesen Gedanken nicht allein.

Viele Menschen haben über Jahre hinweg gelernt, ihren Körper als eine Art Problem zu betrachten. Sie beginnen eine Diät, verlieren vielleicht einige Kilos und nehmen anschließend wieder zu. Darauf folgen Enttäuschung, Selbstvorwürfe und der nächste Abnehmversuch.

Dabei wird häufig übersehen, wie sehr unser Essverhalten mit unseren Emotionen, Erfahrungen, Glaubenssätzen und unserem Körperbild verbunden ist.

Genau hier setzt ein neuer Ansatz an: EASE.

EASE steht für Erleben, Achtsamkeit, Stigma-Reduktion und Erkundung. Nicht das Gewicht auf der Waage, sondern eine achtsame, mitfühlende und selbstbestimmte Beziehung zum Essen, zur Bewegung und zum eigenen Körper steht im Mittelpunkt.

In diesem Artikel erfährst Du, was sich hinter EASE verbirgt, warum die Justus-Liebig-Universität Gießen diesen Ansatz derzeit wissenschaftlich untersucht und wie Du einzelne Gedanken daraus bereits heute in Deinen Alltag integrieren kannst.

Inhaltsverzeichnis

Was ist EASE?

EASE ist ein gesundheitsorientierter Ansatz für Menschen mit Übergewicht und Adipositas. Anders als bei klassischen Diätprogrammen wird der Erfolg nicht ausschließlich daran gemessen, wie viele Kilogramm ein Mensch verliert.

Stattdessen geht es um Fragen wie:

  • Wie nehme ich meinen Körper wahr?
  • Kann ich Hunger und Sättigung erkennen?
  • Welche Gefühle beeinflussen mein Essverhalten?
  • Wie spreche ich innerlich mit mir selbst?
  • Welche Vorurteile über meinen Körper habe ich verinnerlicht?
  • Welche Form von Ernährung und Bewegung tut mir wirklich gut?

Das Ziel ist nicht, den eigenen Körper mit noch mehr Druck zu verändern. Es geht darum, ihn zunächst besser kennenzulernen und wieder Vertrauen in die eigenen Empfindungen aufzubauen.

Diese Herangehensweise bedeutet nicht, dass körperliche Gesundheit oder mögliche Begleiterkrankungen keine Rolle spielen. Adipositas ist eine komplexe chronische Erkrankung, die von zahlreichen biologischen, psychologischen, sozialen und umweltbezogenen Faktoren beeinflusst werden kann. Sie lässt sich nicht einfach auf mangelnde Willenskraft reduzieren.

EASE erweitert deshalb den Blick: weg von der alleinigen Fixierung auf das Körpergewicht und hin zum gesamten Menschen.

Frau übt Achtsamkeit beim Essen
Achtsam innehalten und das eigene Essverhalten bewusst erkunden.

E wie Erleben

Wann hast Du Deine letzte Mahlzeit wirklich erlebt? Nicht nebenbei am Schreibtisch, nicht mit dem Handy in der Hand und nicht begleitet von Gedanken darüber, ob das Essen gerade erlaubt, gesund oder kalorienarm genug ist.

Erleben bedeutet, wieder mit den eigenen Sinnen und dem eigenen Körper in Kontakt zu kommen. Wie riecht das Essen? Wie schmeckt es? Welche Konsistenz hat es? Spürst Du körperlichen Hunger? Wann entsteht eine angenehme Sättigung? Wie fühlt sich Dein Körper vor, während und nach der Mahlzeit an?

Viele Menschen haben den Zugang zu diesen Empfindungen verloren. Statt des Körpers bestimmen Diätregeln, Uhrzeiten, Kalorientabellen oder Fitness-Apps, wann und wie viel gegessen werden darf. Doch Dein Körper sendet Dir fortlaufend Informationen. Die Herausforderung besteht darin, diese Signale wieder wahrzunehmen und richtig einzuordnen. Dazu gehört auch, Gefühle nicht sofort wegzudrücken. Vielleicht greifst Du nach einem anstrengenden Tag nicht aus körperlichem Hunger zur Schokolade, sondern weil Du Ruhe, Trost oder Entlastung brauchst.

Das zu erkennen ist kein Versagen. Es ist eine wertvolle Erkenntnis. Erst wenn Du verstehst, was Du tatsächlich erlebst, kannst Du neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

A wie Achtsamkeit

Achtsamkeit bedeutet, den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen – möglichst ohne ihn sofort zu bewerten.

Beim Essen kann das zum Beispiel bedeuten, dass Du zunächst beobachtest:

  • Habe ich gerade körperlichen Hunger?
  • Wonach schmeckt mir wirklich?
  • Wie schnell esse ich?
  • Wann bin ich angenehm satt?
  • Welche Gedanken begleiten die Mahlzeit?
  • Entstehen Schuldgefühle oder Verbote?

Der entscheidende Punkt ist das Beobachten statt Verurteilen. Vielleicht stellst Du fest, dass Du am Abend aus Stress isst. Die typische Reaktion wäre nun: „Schon wieder habe ich es nicht geschafft. Ich bin einfach undiszipliniert.“

Eine achtsame Reaktion könnte stattdessen lauten: „Interessant, nach besonders stressigen Tagen entsteht bei mir ein starkes Bedürfnis nach Essen. Was könnte mir in solchen Situationen zusätzlich helfen?“ Achtsamkeit nimmt den Druck aus der Situation. Sie schafft einen kleinen Abstand zwischen einem Gefühl und Deiner automatischen Reaktion darauf. Das braucht Übung. Schließlich sind viele unserer Essgewohnheiten über Jahre oder sogar Jahrzehnte entstanden. Sie verschwinden nicht, nur weil wir sie einmal erkannt haben. Doch jedes bewusste Wahrnehmen ist ein erster Schritt.

S wie Stigma-Reduktion

Menschen mit einem höheren Körpergewicht erleben in vielen Lebensbereichen Vorurteile und Abwertung. Ihnen wird unterstellt, faul, undiszipliniert oder selbst für ihre Situation verantwortlich zu sein. Solche Bewertungen können im privaten Umfeld, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit und sogar im Gesundheitswesen auftreten. Besonders belastend wird es, wenn diese Vorurteile irgendwann übernommen werden.

Vielleicht denkst Du dann selbst:

  • „Mit mir stimmt etwas nicht.“
  • „Ich bin zu schwach.“
  • „Ich habe meinen Körper nicht im Griff.“
  • „Erst wenn ich abgenommen habe, darf ich mich zeigen.“

Das wird als internalisiertes Gewichtsstigma bezeichnet. Gesellschaftliche Vorurteile werden dabei zu Überzeugungen über die eigene Person.

Eine wissenschaftliche Übersichtsarbeit zeigt, dass verinnerlichtes Gewichtsstigma unter anderem mit stärkerer psychischer Belastung, einem schlechteren Selbstwert und problematischem Essverhalten zusammenhängt. Scham und Selbstabwertung führen deshalb nicht automatisch zu einer gesünderen Lebensweise. Sie können es sogar schwerer machen, gut für sich zu sorgen.

Stigma-Reduktion bedeutet, diese Gedanken kritisch zu hinterfragen:

  • Ist mein Körpergewicht wirklich ein Beweis für meinen Charakter?
  • Würde ich mit einem Menschen, den ich liebe, genauso hart sprechen wie mit mir selbst?
  • Welche Vorstellungen über schöne, disziplinierte oder angeblich gesunde Körper habe ich übernommen?

Ein liebevollerer Umgang mit Dir selbst bedeutet nicht, dass Dir Deine Gesundheit gleichgültig ist. Im Gegenteil: Selbstfürsorge fällt deutlich leichter, wenn sie nicht aus Hass, Angst oder Bestrafung entsteht.

Du musst Deinen Körper nicht jeden Tag wunderschön finden. Aber Du darfst lernen, ihn respektvoll zu behandeln.

E wie Erkundung

Der zweite Buchstabe E steht für Erkundung. Erkundung bedeutet, neugierig auf die eigene Geschichte zu schauen.

Unser Essverhalten entsteht nicht im luftleeren Raum. Es wird durch unsere Familie, unsere Kindheit, unsere Kultur, frühere Diäten, belastende Erfahrungen und gesellschaftliche Erwartungen geprägt.

Vielleicht hast Du als Kind gelernt, Deinen Teller immer vollständig leer zu essen. Vielleicht wurde Dir Süßes als Trost oder Belohnung angeboten. Vielleicht hat eine wichtige Bezugsperson ständig Diät gehalten und abwertend über ihren eigenen Körper gesprochen. Vielleicht wurdest Du aufgrund Deines Körpers gehänselt oder kritisiert.

Solche Erfahrungen können beeinflussen, wie Du heute über Essen und Deinen Körper denkst. Dabei geht es nicht darum, Schuldige zu suchen. Es geht darum, Zusammenhänge zu erkennen.

Du kannst Dich beispielsweise fragen:

  • Welche Regeln über Essen habe ich in meiner Kindheit gelernt?
  • Wann habe ich meine erste Diät gemacht?
  • Wer hat mir vermittelt, dass mein Körper nicht richtig ist?
  • In welchen Situationen gibt mir Essen Sicherheit?
  • Welche Gefühle möchte ich durch Essen beruhigen?
  • Welche Veränderungen wünsche ich mir wirklich für mein Leben?

Erkundung ist keine schnelle Lösung. Manchmal finden wir dabei Antworten, die unangenehm oder schmerzhaft sind.

Gleichzeitig kann es unglaublich erleichternd sein, zu erkennen: Mein Verhalten hat einen Grund. Ich bin nicht falsch. Ich habe bestimmte Strategien entwickelt, weil sie mir irgendwann geholfen haben. Nun darfst Du überprüfen, welche dieser Strategien Du heute noch brauchst.

Die vier Bereiche von EASE zeigen, wie umfassend unser Essverhalten mit unseren Gefühlen, Erfahrungen und gesellschaftlichen Einflüssen verbunden ist. Wie sich dieser Ansatz in einem strukturierten Programm umsetzen lässt, wird derzeit auch wissenschaftlich untersucht.

EASE Erleben Achtsamkeit Stigma-Reduktion Erkundung Schaubild
Nachhaltige Veränderung durch das EASE Konzept

Die neue EASE-Studie der Universität Gießen

Die Abteilung für Ernährungspsychologie der Justus-Liebig-Universität Gießen untersucht den EASE-Ansatz derzeit im Rahmen einer Pilotstudie. Dabei soll unter anderem geprüft werden, wie gut sich das Programm praktisch umsetzen lässt und wie es von den Teilnehmenden angenommen wird.

Dabei werden verschiedene Ansätze miteinander verbunden:

  • intuitives Essen
  • achtsames Essen
  • Übungen zur Körperwahrnehmung
  • Embodiment-Techniken
  • die Arbeit an einem positiven Körperbild
  • der Abbau verinnerlichter Gewichtsvorurteile

An der Pilotstudie sollen 40 Personen teilnehmen. Das EASE-Programm wird dabei mit dem Programm „Ich nehm’ ab“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung verglichen. Die Rekrutierung soll im August 2026 beginnen.

Noch liegen keine abschließenden Ergebnisse zur Wirksamkeit des Programms vor. Zunächst geht es darum, die Durchführbarkeit des Ansatzes zu untersuchen und erste Erkenntnisse über die Erfahrungen der Teilnehmenden zu gewinnen.

Dennoch ist die Studie ein wichtiges Zeichen. Sie zeigt, dass sich auch die Wissenschaft zunehmend mit der Frage beschäftigt, ob Gesundheit wirklich immer mit Gewichtsverlust beginnen muss – oder ob ein besseres körperliches und psychisches Wohlbefinden nicht ein ebenso wichtiges Ziel sein sollte.

EASE und klassische Diäten – wo liegt der Unterschied?

Klassische Diätprogramme beginnen häufig mit festen Vorgaben. Es gibt Kalorienziele, erlaubte und verbotene Lebensmittel, Sportpläne und regelmäßige Gewichtskontrollen.

EASE beginnt an einer anderen Stelle.

Der Ansatz fragt nicht zuerst: „Wie können wir Deinen Körper möglichst schnell verändern?“ Er fragt: „Wie kannst Du eine gesunde, selbstbestimmte und mitfühlende Beziehung zu Deinem Körper entwickeln?“

Klassischer Diätansatz EASE-Ansatz
Das Gewicht steht im Mittelpunkt Das ganzheitliche Wohlbefinden steht im Mittelpunkt
Essen wird häufig durch äußere Regeln gesteuert Körperwahrnehmung und Selbstbestimmung werden gestärkt
Lebensmittel werden in gut und schlecht eingeteilt Essen wird möglichst wertfrei erkundet
Kontrolle soll das Verhalten verändern Verständnis soll Veränderung ermöglichen
Bewegung dient häufig dem Kalorienverbrauch Bewegung soll auch Freude und Körpererleben fördern
Rückschritte werden schnell als Versagen erlebt Erfahrungen werden beobachtet und ausgewertet
Der Körper soll optimiert werden Der Körper soll zunächst verstanden und respektiert werden

Das bedeutet nicht, dass jede Form einer strukturierten Ernährung grundsätzlich schlecht ist. Manche Menschen profitieren aus medizinischen Gründen von klaren Empfehlungen und professioneller Ernährungstherapie.

Problematisch wird es jedoch, wenn sich das gesamte Leben nur noch um Verbote, Gewicht und Selbstkontrolle dreht.

Kann man mit EASE abnehmen?

EASE ist kein klassisches Abnehmprogramm und verspricht keine bestimmte Gewichtsabnahme.

Das kann zunächst irritierend sein. Schließlich sind wir daran gewöhnt, den Erfolg einer Ernährungsumstellung anhand der Waage zu beurteilen.

Doch Gesundheit und Wohlbefinden zeigen sich auch an anderen Veränderungen:

  • Du kannst Hunger und Sättigung besser wahrnehmen.
  • Du hast weniger Schuldgefühle nach dem Essen.
  • Du musst Lebensmittel nicht mehr ständig kontrollieren.
  • Du bewegst Dich, weil es Dir guttut.
  • Du gehst freundlicher mit Deinem Körper um.
  • Du erkennst emotionales Essen früher.
  • Du entwickelst alternative Strategien für Stress und unangenehme Gefühle.
  • Dein Selbstwert hängt weniger stark von Deinem Gewicht ab.

Wie sich das Körpergewicht dabei entwickelt, ist individuell.

Gewichtsneutrale Ansätze bedeuten nicht, dass eine Gewichtsveränderung verhindert werden soll. Sie bedeuten lediglich, dass Gewichtsverlust nicht die Voraussetzung dafür ist, Dich um Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden kümmern zu dürfen.

Eine kleine EASE-Übung für Deinen Alltag

Du kannst den Grundgedanken von EASE mit einer kleinen Beobachtungsübung kennenlernen.

Wähle dafür eine Mahlzeit aus, bei der Du möglichst wenig Ablenkung hast.

Bevor Du beginnst, frage Dich:

  1. Erleben: Was spüre ich gerade in meinem Körper? Habe ich Hunger, Appetit, Stress oder vielleicht Langeweile?
  2. Achtsamkeit: Kann ich diese Empfindung wahrnehmen, ohne sie sofort zu bewerten?
  3. Stigma-Reduktion: Tauchen Gedanken darüber auf, was ich essen darf oder wie mein Körper aussehen sollte?
  4. Erkundung: Woher kenne ich diese Gedanken und Regeln?

Während des Essens beobachtest Du den Geschmack, Dein Tempo und Deine zunehmende Sättigung.

Danach fragst Du Dich nicht: „War diese Mahlzeit gut oder schlecht?“ Frage Dich lieber: „Was habe ich über mich erfahren?“

Es geht nicht darum, die Übung perfekt zu machen. Auch Ablenkung, schnelles Essen oder emotionaler Hunger sind Beobachtungen, aus denen Du etwas lernen kannst.

Wann ist professionelle Unterstützung sinnvoll?

Sich mit dem eigenen Essverhalten, dem Körperbild und früheren Erfahrungen auseinanderzusetzen, kann herausfordernd sein.

Professionelle Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn Du beispielsweise feststellst, dass:

  • Essen einen großen Teil Deiner Gedanken bestimmt,
  • Du regelmäßig die Kontrolle über Dein Essverhalten verlierst,
  • Du Dich nach dem Essen stark schuldig fühlst,
  • Du ständig neue Diäten beginnst,
  • Dein Selbstwert stark von Deinem Gewicht abhängt,
  • Du Deinen Körper ablehnst oder Dich für ihn schämst,
  • Du gesellschaftliche Aktivitäten wegen Deines Körpers vermeidest.

Ein ernährungspsychologisches Coaching kann Dich dabei unterstützen, Zusammenhänge zu erkennen und alltagstaugliche Veränderungen zu entwickeln.

Bei dem Verdacht auf eine Essstörung oder bei einer starken psychischen Belastung solltest Du Dich zusätzlich an einen Arzt, eine Ärztin oder eine psychotherapeutische Fachperson wenden.

EASE entspricht genau meiner Haltung im Ernährungscoaching

Als ich von der EASE-Studie der Universität Gießen gelesen habe, habe ich mich in vielen Punkten sofort wiedergefunden.

Denn EASE gibt einem Ansatz einen Namen, den ich bereits seit Langem in meinen Coachings vertrete.

Auch bei mir steht nicht der erhobene Zeigefinger im Mittelpunkt. Ich schreibe Dir nicht einfach vor, was Du essen darfst und was nicht. Und ich bewerte Deinen Erfolg nicht ausschließlich anhand einer Zahl auf der Waage.

Gemeinsam erkunden wir, warum Du in bestimmten Situationen isst, welche Erfahrungen Dich geprägt haben und welche Funktion das Essen in Deinem Leben übernommen hat.

Du lernst, Deine körperlichen Signale wieder wahrzunehmen, Hunger von emotionalen Bedürfnissen zu unterscheiden und Dir selbst mit mehr Verständnis zu begegnen.

Dabei geht es nicht um Perfektion. Es geht um einen Weg, der zu Dir, Deinem Alltag und Deiner Geschichte passt.

Wir arbeiten an einer liebevollen Beziehung zu Deinem Essen und Deinem Körper – ohne Scham, ohne pauschale Verbote und ohne die Vorstellung, dass Du Dich erst verändern musst, um wertvoll zu sein.

Fazit

EASE steht für Erleben, Achtsamkeit, Stigma-Reduktion und Erkundung. Hinter diesen vier Begriffen steckt eine wichtige Botschaft:

Du bist mehr als Dein Körpergewicht.

Ein gesundes Essverhalten entsteht nicht automatisch durch strengere Regeln oder noch mehr Kontrolle. Es entsteht, wenn Du Dich selbst besser verstehst, Deine körperlichen Signale wahrnimmst und lernst, Deinen Bedürfnissen mit Respekt zu begegnen.

Die neue Pilotstudie der Universität Gießen wird zeigen, wie gut sich dieser gewichtsneutrale Ansatz in einem strukturierten Programm umsetzen lässt und wie er von den Teilnehmenden angenommen wird.

Der zugrunde liegende Gedanke ist jedoch schon heute wertvoll: Echte Veränderung beginnt nicht mit Selbstablehnung. Sie beginnt mit Neugier, Achtsamkeit und Mitgefühl.

Wenn Du Dir genau diese Form der Begleitung wünschst, unterstütze ich Dich gerne in meinem Ernährungscoaching. Gemeinsam erkunden wir Dein Essverhalten, lösen belastende Diät- und Denkmuster und finden Deinen individuellen Weg zu mehr Leichtigkeit, Selbstvertrauen und einem entspannten Verhältnis zu Deinem Körper.

Autor
Bild von Hanna Schnepf
Hanna Schnepf

Hanna Schnepf ist Ernährungswissenschaftlerin und Expertin für Ernährungspsychologie. In ihrem Coaching, sowie dem Online-Kurs hilft sie Dir, zu einem entspannten Essverhalten zu finden.

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